Schüleraustausch mit Triel-sur-Seine 2018

01.01.2019

Vom 04.- 14. November verbrachten 45 Schülerinnen und Schüler der Einhardschule elf spannende, aufregende und zum Teil aufreibende Tage in der Partnerstadt nahe Paris. Mit dabei waren als Betreuer Stefanie Zinser, Geraldine Herold, Merle Meyer und Anna Santacroce von der Einhardschule sowie Ammar Bustami als Unterstützung vom Europäischen Freundeskreis e.V. (EFS). Im Hintergrund bei der Planung und als Bindeglied bei der Durchführung war wie gewohnt Christine Spitzenberg (EFS) aktiv.

Im Jahr des 50. Geburtstages der Städteverschwisterung zwischen Triel und Seligenstadt sowie dem 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkrieges, zu dessen Gedenken sich am 11. November alle wichtigen Staatschefs in Paris versammelten, gab es wieder jede Menge zu Erleben, zu Staunen und auch zu Lernen. Zu allererst Toleranz, denn die Unterschiede wurden schon deutlich, als unsere Schüler das erste Mal die Schule ihrer Austauschpartner betraten. Das große, eiserne und videoüberwachte Tor öffnet sich morgens für 15 Minuten - wer nicht pünktlich ist, muss dies erklären und es folgt ein Eintrag und ein X in das „Carnet de correspondance“, in dem alle Vorkommnisse des Schulalltages festgehalten werden. Beim dritten X heißt es eine Stunde nachsitzen. Auch sonst geht es doch deutlich strenger zu, als wir es bei uns gewohnt sind. Und dann diese langen Schultage! An vier von fünf Tagen haben die Austauschpartner bis 17.00 Uhr Unterricht. Und dann müssen ja auch noch die Hausaufgaben gemacht werden. Freizeit - Zeit für Hobbies??? Die gibt es nur am Mittwochnachmittag und am Wochenende. Wer weiß, vielleicht sehen die Teilnehmer ihren Schulalltag nun einmal mit ganz anderen Augen?

Getreu dem Motto des diesjährigen Austausches „Paris von seiner schönsten Seite“ wurde neben dem Eiffelturm, der natürlich nie fehlen darf, die wunderschöne Kathedrale von Chartres und das Schloss von Versailles besucht. Auch der Empfang beim Bürgermeister Joël Mancel gehörte zum Programm. Da in diesem Jahr beinahe ausschließlich Triel-Neulinge unter den Teilnehmern waren, gab es auch einen Film über die Geschichte von Paris und seinen Sehenswürdigkeiten zu sehen. Toll war auch der Besuch eines modernen Experimentalmuseums „Cité des Sciences et de l‘Industrie“, in dem wir zunächst gemeinsam das Planetarium besuchten und die Schüler dann auf eigene Faust viel zum Thema Mathematik, Ton oder Sport und Spiele ausprobieren und erfahren konnten.

Der einzige Wermutstropfen war ein fieser Mageninfekt, der sich innerhalb der Gruppe munter ausgebreitet hat und fast die Hälfte der Kinder mehr oder weniger außer Gefecht setzte. Aber auch hier zeigte sich der tolle Zusammenhalt der Gruppe - die Kranken wurden prima betreut und getröstet und werden hoffentlich dennoch die vielen schönen Erlebnisse in Erinnerung behalten.

Ein besonderes Lob geht an unseren Busfahrer Jens Retzlaff, der seine erste Reise nach Paris – und seinem Höllenverkehr – einschließlich einer Reifenpanne mit Bravour und stets guter Laune gemeistert hat. Auch als Krankenpfleger hat er sich einen Namen gemacht!

Das Ziel, sich in einem fremden Gastland, in einer fremden Familie, in einer Sprache, die man gerade mühsam erlernt, zurechtzufinden und zu verständigen, wurde auf jeden Fall erreicht. Aus Fremden wurden Freunde! So flossen beim Abschied von den Austauschpartnern auch ein paar Tränen und alle freuen sich schon auf den Gegenbesuch in Seligenstadt vom 24. März - 3. April 2019!

„Vive l’amitié franco-allemande!“

 

Christine Grimm